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Gewerbe April 2019



2 Erfolgsfaktoren für Unternehmer: bKV und Summenermittlung

Zwei Dinge sind für den unternehmerischen Erfolg besonders wichtig: das Personal sowie eine intakte Betriebsausstattung. Deswegen stellen wir Ihnen in unserem April-Newsletter mit der betrieblichen Krankenversicherung sowie mit Tipps für die Summenermittlung für Inhaltsversicherungen zwei wichtige Bausteine vor, mit denen Sie beide Erfolgsfaktoren absichern können.



Betriebliche Krankenversicherung (bKV)

Betriebliche Krankenversicherung – klingt erst Mal nicht besonders sexy. Doch tatsächlich birgt dieses Thema eine Win-Win-Situation für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Zum Hintergrund: Eine betriebliche Krankenversicherung ist eine Gruppenversicherung, die Sie als Arbeitgeber bei einem privaten Krankenversicherungsunternehmen für Ihre Angestellten abschließen. Das Krankheitsrisiko verteilt sich auf eine größere Anzahl von Versicherten – deswegen bieten die Versicherer die Leistungen zu relativ günstigen Beiträgen an. Sie als Arbeitgeber müssen keine festgeschriebene Mindestanzahl an Arbeitnehmern vorweisen, um eine betriebliche Krankenversicherung für diese abschließen zu können.

Die Vorteile für Ihre Arbeitnehmer liegen auf der Hand: Mit einer betrieblichen Krankenversicherung können sie Lücken im Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung kostengünstig schließen. Darüber hinaus entfallen in der Regel Gesundheitsprüfung und Wartezeiten – anders als bei anderen Zusatzversicherungen. Die Leistungen können Ihre Mitarbeiter also sofort und unabhängig von Alter und Gesundheitszustand in Anspruch nehmen. Den Leistungsumfang der betrieblichen Krankenversicherung stellen Sie als Arbeitgeber individuell für Ihre Mitarbeiter zusammen.

Typische Angebote sind beispielsweise Zahntarife, Krankenhausleistungen wie Unterbringung im Einbettzimmer oder Chefarztbehandlung, Heilpraktikerleistungen oder zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen.  Sie können auch Familienangehörigen ermöglichen, der Versicherung zu einem geringen Beitrag beizutreten. Alles Ansatzpunkte, um Ihren Mitarbeitern echte Mehrwerte zu liefern und ihre Zufriedenheit zu erhöhen. Mitarbeiterbindung ist das eine große Plus der bKV – der Beitrag zur Mitarbeitergewinnung das andere. Denn in Zeiten von Arbeitnehmermärkten können einzelne Bausteine wie eben eine leistungsstarke betriebliche Krankenversicherung den Ausschlag geben. Studien zeigen, dass eine Krankenversicherung für viele Arbeitgeber interessanter ist als andere Zusatzleistungen des Arbeitgebers.



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Richtige Ermittlung von Versicherungs-summen für die Inhaltsversicherung

Dass eine Inhaltsversicherung für einen Unternehmer unabdingbar ist, steht außer Frage. Elementar wichtig dabei ist aber die korrekte Ermittlung der Versicherungssumme. Denn wenn diese nicht passt, geraten Sie im Schadenfall schnell in eine Unterversicherung. Wir stellen Ihnen deswegen die wichtigsten Schritte bei der Ermittlung von Versicherungssummen für Inhalt und Betriebsunterbrechung vor:

1. Ermittlung Versicherungssumme Inhalt
Als Grundlage zur Summenermittlung wird das Anlagevermögen der Bilanz herangezogen. Bei diesen Sachanlagen zählt nicht der Buchwert, sondern der tatsächliche Anschaffungswert mit Hochrechnung vom Anschaffungsjahr zum aktuellen Geschäftsjahr. Hierbei werden Indizes des statistischen Bundesamtes miteinbezogen. Natürlich unterstützen wir Sie gerne bei der nicht ganz trivialen Summenhochrechnung. Neben den Sachanlagen müssen auch Sachwerte aus Leasingverträgen und fremde Sachen wie zum Beispiel Kundenware zur Bearbeitung oder beigestellte Formen, Muster und Modelle (in Abhängigkeit von der Gefahrtragung und der Vereinbarung zum Versicherungsschutz) berücksichtigt werden. Hinzu kommen Waren und Vorräte wie Rohstoffe, fertige und halbfertige Erzeugnisse, Betriebshilfsstoffe etc. gemäß Inventur. Wenn Sie dann noch die Korrekturen bei gebraucht angeschafften Sachen berücksichtigen, ergibt sich aus der Summe dieser Posten die Versicherungssumme.

Achten Sie darüber hinaus auf:
- die Vereinbarung eines Unterversicherungsverzichts
- die Vereinbarung eines Wertzuschlags oder sonstiger Summenanpassungen sowie optional auf
- die Vereinbarung eines Vorsorgebetrags als Puffer für Neuanschaffungen.

Generell gilt: Überprüfen Sie jedes Jahr, aber vor allem nach Anschaffung hochwertiger Maschinen, die Versicherungssumme.

2. Ermittlung Versicherungssumme Betriebsunterbrechung (BU)
Bei der Betriebsunterbrechung unterscheidet man drei Kategorien: bei der kleinen BU für kleinere Unternehmen (abhängig vom Versicherer, i.d.R. bis 1 Mio. Versicherungssumme) entspricht die Versicherungssumme der für die Inhaltsversicherung. Eine Unterversicherung wird nur dann angerechnet, wenn die Inhaltsversicherungssumme zu gering gewählt ist. Besonders zu prüfen ist, für welchen Zeitraum die inhaltsorientierte Versicherungssumme ausreicht. Bei der mittleren BU wird die Versicherungssumme bestimmt durch den Umsatz reduziert um den Wareneinsatz. Die Versicherungssumme der industriellen BU wird anhand der GuV berechnet. Einen entsprechenden Berechnungsbogen können Sie bei Bedarf gerne über unseren Kontaktbutton anfordern. Welche Kategorie für Sie greift, hängt von der Branche, der Betriebsgröße und dem Versicherer ab.

Ebenfalls zu bestimmen und zu prüfen sind die Haftzeiten, also der Zeitraum der Entschädigungszahlung der BU. Haftzeiten sollten nicht nur die Betriebsstillstandsdauer berücksichtigen, sondern den gesamten Zeitraum bis der Betrieb wieder die alte Ertragsstärke erreicht hat. In diesem Zusammenhang kann es problematisch sein, wenn die BU-Summe nur aufgrund der bisherigen Umsätze und Wareneinsätze berechnet wird. Die Versicherungssumme sollte auch einen Vorsorgebeitrag enthalten, der eventuelle Gewinn- und Fixkostensteigerungen für die versicherte Haftzeit auffängt. Bei einer 24-monatigen Haftzeit muss also die Geschäftsentwicklung von 3 (!) künftigen Geschäftsjahren berücksichtigt werden. Damit die Summe im Schadenfall definitiv ausreicht, sollten Sie die Versicherungssumme jährlich an die jeweils aktuellen GuV-Kennzahlen und Erwartungen zur Geschäftsentwicklung anpassen.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch eine mögliche Nachhaftungsregelung: Bei entsprechender Vereinbarung ersetzt der Versicherer dann auch den Schaden, der über der Versicherungssumme liegt – in der Regel 30%. Hierfür fällt zunächst keine Prämie an. Erst wenn sich die Versicherungssumme im kommenden Jahr für das zurückliegende als zu niedrig erweist, muss die Prämie dafür anteilig bezahlt werden. 

Gerne helfen wir Ihnen bei einer korrekten Summenermittlung oder beraten Sie hinsichtlich betrieblicher Krankenversicherung. Kommen Sie einfach auf uns zu oder nutzen Sie unseren Kontaktbutton.



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